Das Leiergrab von Trossingen

Trossingen Grab 58. Vorderseite der Trossinger Leier mit Steg und 6 Stimmwirbeln. Es handelt sich um das besterhaltene Saiteninstrument des 1. Jahrtausend. (Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Foto: Manuela Schreiner)

Trossingen Grab 58. Vorderseite der Trossinger Leier mit Steg und 6 Stimmwirbeln. 
(Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Foto: Manuela Schreiner)

Dieses Grab eines etwa 40-järigen Mannes, der im Spätsommer des Jahres 580 n. Chr. auf dem Gräberfeld von Trossingen bestattet worden war, sticht durch seine besondere Funderhaltung aus der Masse der Reihengräber hervor.

Durch die Eintiefung des Grabes in eine wasserundurchlässige geologische Schicht herrschen innerhalb des Grabes Feuchtbodenbedingungen, die dazu führten, daß sich Holz und organische Materialien darin erhalten haben. Zu den Beigaben, die sich neben der üblichen persönlicehn Tracht- und Waffenausstatung im Grab befunden hatten, zählten auch außergewöhnliche Dinge, wie Mobiliar (Tisch, Bett und Stuhl) und Geschirr aus Holz.

Die außergweöhnlichste Begabe jedoch war eine mit Ausnahme der Saiten vollständig erhaltene Leier. Weltweit sind nur 15 solcher Leier-Funde bekannt. Die Trossinger Leier aus Grab 58 ist von diesen mit Abstand am besten erhalten und weist zudem eine flächendeckende Verzierung auf, die noch Ihresgleichen sucht und der Wissenschaft so manches Rätsel aufgiebt.

Dauer der Führung:          ca. 60 min.

Ort(e):

  • Archäologisches Landesmuseum in Konstanz

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