Kommende Ausstellungen

Hier stelle ich Ausstellungen vor, die demnächst zu sehen sein werden. Bitte beachten Sie, daß es sich dabei nur um eine persönliche Auswahl handelt.

26. Juni 2017 bis 18. Januar 2018

im LVR Museum in Bonn

Die Zisterzienser – Das Europa der Klöster

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Die Chorruine des ehemaligen Zisterzienserklosters Heisterbach (Foto: Christoph Keller, LVR-ABR)

Der „Konzern der weißen Mönche“

650 Klostergründungen der Zisterzienser in 150 Jahren: Im Rheinland, in der Eifel und im Westerwald errichten sie kurz nacheinander die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133), Himmerod (1134), Heisterbach (1192) und Marienstatt (1212), die zu den frühesten Gründungen außerhalb Frankreichs gehören. Mit über 200 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa erzählt die Ausstellung die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Ordens. Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts durchdringt der sogenannte Konzern der Weißen Mönche wie ein Netzwerk den Kontinent und entwickelt sich zu einem der mächtigsten Verbände der Christenheit. Die Zisterzienser und Zisterzienserinnen werden zu einem dynamischen Element der europäischen Zivilisation.

Entdecken Sie in der Ausstellung die Spiritualität, die Lebenswelt der Klöster und vor allem die Gründe dieser außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte: Die Zisterzienser besinnen sich auf die Regel des heiligen Benedikt aus dem 7. Jahrhundert – „Bete und arbeite“ –und finden zu einer tiefen Religiosität, die von vielen Menschen bis heute bewundert wird. Sie entscheiden sich für ein zurückgezogenes Leben meist fernab der Städte. Sie legen ein für alle Klöster verbindliches Regelwerk fest, die „Carta caritatis“, die „Urkunde der Liebe“, das sie aber bei Bedarf durchaus kreativ auslegen dürfen. Und sie fordern eine Reduktion auf das Wesentliche in Lebensführung, Kunst und Architektur. Sie schaffen Werte und Innovationen, die auch heute noch faszinieren.

Die Ausstellung konzentriert sich auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens. Zahlreiche Exponate wurden eigens für die Ausstellung restauriert und machen zusammen mit Modellen, CAD-Rekonstruktionen, Medien- und Mitmachstationen die Klosterwelt Raum für Raum mit allen Sinnen erlebbar. Zahlreiche Meisterwerke der mittelalterlichen Kunst aus den Klöstern der Zisterzienser werden so nie wieder zusammen zu sehen sein. Zu den Höhepunkten zählt der beeindruckende Hochaltar des ehemaligen Zisterzienserklosters Kamp. Ganz selten nur sind Bildtafeln dieser Zeit in solcher Frische erhalten. Sie werden gemeinsam mit den zugehörigen Skulpturen erstmals wieder in ihrer ursprünglichen Anordnung zu sehen sein. Aus Paris kommt die einzigarte Madonna aus Kloster Eberbach, heute als „Belle Allemande“ eines der mittelalterlichen Hauptwerke des Louvre. Vier als Reliquien verehrte Schädel, reich und kostbar verziert, als seien die Knochen in Preziosen verwandelt, stammen aus dem Altar des Zisterzienserinnenklosters Marienfeld. Das Grabtuch des Holmger Knutsson, eine lebensgroße figürliche Bildstickerei, gefertigt von den Nonnen des Skoklosters in Schweden ist heute im Besitz des Nationalmuseums Stockholm und zum ersten Mal außerhalb Schwedens zu bewundern. [… mehr lesen] (Quelle: LVR Museum Bonn)

17. September 2017 bis 18. April 2018

im Historischen Museum der Pfalz in Speyer

RICHARD LÖWENHERZ         KÖNIG – RITTER – GEFANGENER

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Richard Löwenherz Grabfigur im Kloster Fontevraud, um 1200 (Foto: akg-images/Erich Lessing)

Charismatischer König, wagemutiger Ritter, Kreuzfahrer ins Heilige Land und einer der berühmtesten Gefangenen der Weltgeschichte.

Unzählige Mythen und Legenden ranken sich um den Herrscher, dessen Reich England und weite Teile Frankreichs umfasste. Schon zu seinen Lebzeiten bildete sich ein beispielloser Mythos um Richard Löwenherz.

Erstmals werden Leben und Wirken des englischen Königs in einer großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellung dargestellt. Filigrane Schatzkunst, prächtig illuminierte Handschriften und archäologische Funde geben einen tiefen Einblick in die an großen Konflikten reiche Epoche. (Quelle Text und Bild: Historisches Museum der Pfalz)

22. September 2017 bis 4. Februar 2018

im Museum zu Allerheiligen in Schafhausen

 ETRUSKER – ANTIKE HOCHKULTUR IM SCHATTEN ROMS

Satyrgesicht aus dem 5. Jh. v. Chr. (Foto: Museum zu Allerheiligen)

Satyrgesicht aus dem 5. Jh. v. Chr. (Foto: Museum zu Allerheiligen)

Mit der Eingliederung Etruriens ins römische Reich im 1. Jh. v. Chr. verschwand eines der grossen Kulturvölker der Antike im Dunkel der Geschichte. Das Museum zu Allerheiligen Schaffhausen rückt die faszinierende Kultur der Etrusker mit einer umfangreichen Sonderausstellung wieder ins Licht.

Rund 250 Objekte entfalten ein Panorama der etruskischen Kultur und Lebenswelt, von den Freuden des Banketts über Handel, Religion und Wahrsagekunst bis zu den Bestattungsriten. Die Exponate aus den eigenen Beständen – viele davon erstmals der Öffentlichkeit zugänglich – werden ergänzt durch hochstehende Leihgaben aus dänischen, deutschen und Schweizer Sammlungen.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag Philipp von Zabern in Darmstadt ein Sammlungskatalog mit sämtlichen 235 etruskischen Objekten der Sammlung Ebnöther. Viele davon werden hier zum ersten Mal publiziert und wissenschaftlich aufgearbeitet.(Quelle Text und Bild: Museum zu Allerheiligen)

28. Oktober 2017 – 11. Februar 2018

Große Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

CÉZANNE – Metamorphosen

Paul Cézanne, Blick auf das Meer bei L'Estaque, 1883-1885 © bpk / Staatliche Kunsthalle KarlsruhePaul Cézanne, Blick auf das Meer bei L'Estaque, 1883-1885 © bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Paul Cézanne, Blick auf das Meer bei L’Estaque, 1883-1885 © bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe Paul Cézanne, Blick auf das Meer bei L’Estaque, 1883-1885 © bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Nach der erfolgreichen Ausstellung Degas. Klassik und Experiment von 2014/15 nimmt diese Ausstellung das Werk seines bedeutenden Zeitgenossen Paul Cézanne (1839–1906) in den Blick. Cézanne gilt auf Grund seiner Tendenz zur Abstraktion der Bildelemente als Wegbereiter der modernen Malerei. Die Ausstellung erweitert diesen Ansatz: Sie deutet Cézannes Kunst aus einer produktiven Spannung, in der innovative Bildverfahren ebenso wirksam werden wie die kreative Aneignung von Bildern der Kunstgeschichte. Die Karlsruher Ausstellung ist daher bewusst nicht als Retrospektive chronologisch angelegt, sondern als Themenausstellung, die eine neue Perspektive auf das scheinbar so gut bekannte Werk des Künstlers eröffnet. (Quelle Bild & Text: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)